Seit  mehreren   Jahren    präsentieren   wir   in    Münster   Theatervorstellungen, 
Ausstellungen und  Konzerte mit persischen Künstlern. Lang gehegter Grund und 
Anregung  für solche Veranstaltungen   war, Brücken und Tore wieder zu öffnen, 
durch die  es  möglich  sein  kann, Vertrauen, Toleranz und Verständnis zwischen 
allen beteiligten  Kulturkreisen  zu  fördern  und  an  die alte, schon spätestens seit
dem frühen Mittelalter verbürgte Tradition eines intensiven gegenseitigen geistigen 
Austausches        zwischen        Orient        und         Okzident        anzuknüpfen.
Es   ist   hier   nicht   der   Ort   eine  Entwicklungsgeschichte  dieser  Traditionen darzulegen, gewiß   ist,   dass   sie   mit   entscheidend  war für  wissenschaftliche und   geistige  Entwicklungen   in   Europa, wenigstens  seit     dem      Mittelalter.
Was     wäre     die     Medizin     ohne     die    berühmten    persischen    Ärzte ?
Erinnert sei  auch  an  die   Rezeption  persischer klassischer Dichtung in Goethes 
West- Östlichem Divan.

Aristoteles  (dessen Rezeption in Europa zuerst durch Übersetzungen  arabischer Handschriften geschah)  sah  im  Theater  und  in der klassischen Kunstmusik ein Instrument,  Harmonie,  Einheit  und  Solidarität in der Gesellschaft zu generieren.
Mit den  Konzerten,  Theatervosrstellungen  und Ausstellungen in Münster haben wir  uns  als  Veranstalter  die Ziele  gesetzt,  als Kunst- und Kulturgruppe Shiraz bikulturelle  Projekte  in  Münster  und  Umgebung  zu  gestalten,  den  iranischen Künstlern die Möglichkeit zu verschaffen, ihre Kunst und Kultur, frei von jeglicher Repression  und  Zensur  in  ihrem Gastland darzubieten und durch eine kollegiale Zusammenarbeit   zwischen  deutschen  und  iranischen  Künstlern  (und natürlich auch andere Kulturkreise)  einen  geistigen  Austausch  zu  ermöglichen und diese Brücken der Kultur wieder zu begehen.

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